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31.03.2023: Umfangreiche Ausbildung in Technischer Hilfe nach Maschinenunfällen

Am gestrigen Übungsabend wurde das Vorgehen nach Maschinenunfällen geübt. Hierzu wurden drei Stationen vorbereitet, welche es den Kameraden ermöglichten, die Geräte zur technischen Hilfe, welche in Dahn vorgehalten werden, praktisch und in einsatzähnlichen Situationen anzuwenden.

An Station 1 wurde angenommen, dass sich bei Instandhaltungsarbeiten ein ca. 500 kg schweres Formwerkzeug aus seiner Position gelöst und einen Arbeiter im Rumpf der Maschine eingeklemmt hat. Da das Werkzeug bündig auf der Person aufsaß, war ein Sichern oder Anheben von unten nicht möglich. Ausbildungsziel dieser Station war es, das kontrollierte Anheben und Sichern dieser Last zu üben. Hierzu wurde der Rettungssatz in Kombination mit Ketten eingesetzt. Durch die Montage des Kettensatzes an Spreizer oder Zylinder können die Geräte zum Ziehen von Lasten verwendet werden, was in der Vertikalen das Anheben ermöglicht. Außerdem wurde der Einsatz des Mehrzweckzugs für solche Lagen diskutiert.

Bei Station 2 stand das klassische Anheben und Sichern von schweren Lasten im Vordergrund. Es wurde angenommen, dass beim Aufstellen einer ca. 4 Tonnen schweren Maschine ein Anschlagmittel riss und die Maschine einen Arbeiter im Beinbereich einklemmte. Dabei hat sich die Person neben der Einklemmung eine Pfählungsverletzung im Kopfbereich zugezogen. Zuerst wurde das Trennen mit Bolzenschneider und der kleinen Rettungsschere behandelt, bevor die Maschine gegen weitere Bewegungen durch eine Unterbauung gesichert wurde. Um ein Umfallen der Maschine beim Anheben auszuschließen, wurde das Stabfast XL des Rüstwagens angebracht. Die Entklemmung des Patienten wurde durch den Einsatz von speziell für Maschinenunfälle geeignete, pneumatische Hebekissen erreicht. Außerdem wurden die Büffel des Rüstwagens, hydraulisch arbeitende Hubgeräte für schwere Lasten bis 10 Tonnen, eingesetzt. Alternativ wurde die Verwendung des Hebebaums diskutiert und gezeigt.

Station 3 beinhaltete ebenfalls das Befreien eines Patienten aus einer Zwangslage. Es wurde angenommen, dass ein Patient zwischen zwei Druckplatten einer Spritzgussmaschine eingeklemmt wurde. Um die Maschine gegen weitere Bewegungen zu sichern, wurde der hydraulische Hebesatz des Rüstwagens verwendet. Die Zylinder des Hebesatzes wurden zwischen die Druckplatten gespannt, um ein weiteres Zufahren der Maschine zu verhindern. Auch dieser Patient hatte sich eine Pfählungsverletzung zugezogen. Das Flacheisen wurde mittels Plasmaschneider durchtrennt. Zuvor wurde der Brandschutz sichergestellt und der Patient durch eine Löschdecke geschützt. Anschließend wurden die Platten der Maschine mittels Hebesatzes so weit auseinandergefahren, dass eine Entklemmung erreicht werden konnte. Um eine schonende Rettung gewährleisten zu können, wurden die Führungsholme der Maschine durch den Einsatz des Plasmaschneiders durchtrennt.

Neben der praktischen Bedienung der technischen Geräte konnte bei der Übung aufgezeigt werden, wie die Alternativen zur Befreiung eines Patienten aus solchen Zwangslagen mit den jeweiligen Vor- und Nachteilen situationsspezifisch abgewogen werden.

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