+++ Bildernachlese zum Tag der offenen Tür 2025 - neue DLK 23/12 offiziell an Verbandsgemeinde übergeben +++
Am Sonntag, den 25.05.2025, fand der alljährliche Tag der offenen Tür im Feuerwehrhaus Dahn statt. Höhepunkt war gleich zu Beginn des Festes die feierliche Übergabe der im Dezember 2024 ausgelieferten Drehleiter mit Korb (DLK 23/12). Nach den Grußworten der politischen Vertreter wurde von allen Beteiligten eine Testfahrt im Korb der Drehleiter unternommen. Hierbei wurde durch den Vertreter des Aufbauherstellers Rosenbauer aus Karlsruhe der symbolische Schlüssel an den Verbandsbürgermeister Holger Zwick und den Wehrführer der Feuerwehr Dahn, Thomas Schmitz, übergeben. Danach wurde eine Drehleitertorte, angefertigt von einer Feuerwehrkameradin, angeschnitten und verzehrt. Die Besucherinnen und Besucher wurden durch das Küchenteam der Feuerwehr insbesondere mit dem traditionellen Rollbraten vom Holzkohlegrill mit Bratkartoffeln versorgt. Doch auch Bratwurst, Steak, Currywurst und Flammkuchen erfreuten sich den ganzen Tag über großer Beliebtheit. Gegen Nachmittag wurde auch die Kuchenbar rege aufgesucht.
Nach der Mittagszeit demonstrierten die Jugendlichen der Jugendfeuerwehr Dahn im Rahmen einer Schauübung das Vorgehen bei einem Gebäudebrand. Als Objekt diente die feuerwehreigene Grillhütte auf dem Gelände. Ein Trupp ging mit ausrangierten "Pressluftatmern" in die Grillhütte vor und rettete ein Person aus dem Brandrauch. Auch eine Gasflasche wurde ins Freie verbracht und gekühlt. Anschließend wurde der Brand mit mehreren C-Rohren durch die anderen Trupps gelöscht.
In zwei kleineren Schauübungen der aktiven Wehr wurden die neuen Einsatzmöglichkeiten der neuen DLK 23/12 vorgeführt. Bei der ersten Vorführung wurden die Möglichkeiten der Sicherung von Feuerwehrangehörigen gezeigt, die im Brandfall auf einem Dach stehend erforderliche Arbeiten erledigen können. Während der gesicherte Angehörige bspw. die Dachhaut eines Brandobjektes öffnete nahm der im Korb befindliche Feuerwehrangehörige Löscharbeiten vor. In der zweiten Vorführung wurde die Rettung eines Rollstuhlfahrers von einem Dach vorgeführt. Die dafür verwendete Rollstuhlrampe ist eine neue Rettungsmöglichkeit mit dem 5-Personen-Rettungskorb.
Die kleinen Besucher des Feuerwehrfestes konnten sich auf der Zufahrtsstraße als Feuerwehrfrau/-mann versuchen und ein "Feuer" in einer Hausattrappe löschen. Hierzu standen mehrere kleine D-Strahlrohre zur Verfügung, wie sie im Einsatzdienst insbesondere bei Waldbränden zum Einsatz kommen. Die Jugendfeuerwehr Dahn betreute die Löschvorgänge und verkaufte in ihrem Jugendraum Popcorn. Im Schulungsraum des Feuerwehrhauses konnten sich Besucher zudem über das aktuelle Einsatzgeschehen sowie historische Bilder der Feuerwehr Dahn in Form einer Diashow informieren.
Die Mitglieder des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Dahn bedanken sich ausdrücklich bei allen Besucherinnnen und Besuchern für Ihren Besuch - insbesondere für die aufgrund einem Realeinsatz geschuldeten und in Kauf genommene Wartezeiten an den Essensständen. Ein Dank gilt auch den fleißigen Helferinnen/Helfern, die zu einem gelungenen Feuerwehfest beigetragen haben.
+++ Alarmübung in Niederschlettenbach - MANV-Lage zusammen mit dem Rettungsdienst abgearbeitet - 106 Einsatzkräfte an Übung beteiligt +++
Am Samstag, den 08.03.2025 wurde eine von Rettungsdienst und Feuerwehr gemeinsam geplante Alarmübung durchgeführt. Das Übungsszenario sah vor, dass mehrere Personen unter Baumstämmen eingeklemmt und verletzt waren. Zusätzlich entfernten sich mehrere Personen unter Schock fußläufig von der Unglücksstelle und mussten gesucht werden.
Um 11:33 Uhr wurde die Rettungskette durch den abgesetzten Notruf vom Rettungspunkt 6913-755 in Gang gesetzt. Die ersteintreffenden Kräfte mussten zwischen Rettungspunkt und Einsatzstelle mehrere querliegende Bäume vom Waldweg entfernen, um zu den Verletzten zu gelangen. Während der ersteintreffende Rettungswagen des Rettungsdienstes eine Vielzahl von Verletzten sichtete, verhinderten die ersteintreffenden Feuerwehrkräfte ein weiteres Abrutschen der losen Baumstämme. Dies geschah unter Zuhilfenahme von Spanngurten, Rüstholz und Bandschlingen.
Nachdem weitere Rettungsmittel eingetroffen waren wurden die Einsatzabschnitte Technische Rettung, Verletztentransport, Personensuche und Bereitstellungsraum gebildet. Für die Aufstellung der Rettungsdienstfahrzeuge musste die nahegelegene L490 voll gesperrt werden, da der Wanderparkplatz am Rettungspunkt als Behandlungsplatz für die aus dem Wald transportierten Verletzten benutzt werden musste.
Die von den behandelnden Rettungsdienstkräften priorisierten Verletzen wurden entsprechend ihrer Kategorisierung aus dem Steilhang geborgen. Hierzu wurden sie teils mit Spineboard oder Schaufeltrage in eine Schleifkorbtrage umgelagert. In der Trage wurden sie dann am Rollgliss gesichert zur Verletztensammelstelle auf dem Waldweg getragen. Dort wurden sie von der Leitenden Notärztin (LNA) weiterbehandelt und entsprechend der Priorisierung vom Organisatorischen Leiter (OrgL) mit dem Kleinalarmfahrzeug (KLAF) den Waldweg hinab zum Behandlungsplatz transportiert. Die Rettungskräfte behandelten im Rahmen des Massenanfalls von Verletzten (MANV) elf Patienten.
Die Schnelleinsatzgruppe Versorgung (SEG-V) des Landkreises Südwestpfalz versorgte die Teilnehmer im Anschluss mit Essen und Trinken. Großübungen wie diese zeigen, wie wichtig das Zusammenspiel verschiedener Organisationen im Einsatzfall ist, um das gemeinsame Einsatzziel zu erreichen. Im Nachgang der Alarmübung werden die Kritikpunkte mehrerer Beobachter ausgewertet und den Teilnehmenden zur Verfügung gestellt.
Teilgenommen an der Alarmübung haben neben den Feuerwehren Niederschlettenbach, Erlenbach bei Dahn, Busenberg, Bobenthal, Bundenthal und Dahn auch die SEG´en Versorgung, Betreuung und Sanität des Landkreises Südwestpfalz, die Sanitätsbereitschaft des DRK Ortsvereins Dahn, die Rettungshundestaffel VII (Südliche Weinstraße), die Auszubildenden der DRK Rettungsdienst Südpfalz GmbH und die Drohnenstaffel des ASB Kreisverbands Südpfalz. Insgesamt beteiligten sich an Übung 106 Einsatzkräfte mit 32 Fahrzeugen.
