Notruf 112

Datum: Sonntag, 22.02.2026
Einsatzzeit: 20:07 Uhr
Einsatzdauer: 05h 00min
Einsatzkräfte: 32
Fahrzeuge: ELW 1, HLF 10, DLK 23/12, TLF 16/45, MZF 3, RW, MTF
Sonstige: TSF Erfweiler, MTF Erfweiler, MLF Bundenthal, MTF Bundenthal, weitere Aufstellung siehe unten

Am 22.02.2026 um 20:07 Uhr wurden mehrere Feuerwehren mit dem Stichwort „Rauchentwicklung in Gebäude unklar“ zu einem Teilhabezentrum in Dahn alarmiert. Teile des dreigeschossigen Gebäudekomplexes sind durch das Pfalzklinikum angemietet, weitere Bereiche werden als reguläre Mietwohnungen genutzt. 

Bereits beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte war eine starke Rauchentwicklung festzustellen. Etwa ein Dutzend Personen hatte sich zu diesem Zeitpunkt selbstständig bzw. mit Unterstützung der Betreuer ins Freie gerettet. Diese wiesen auch darauf hin, dass sich noch mehrere Personen im verrauchten Gebäude befinden sollen. Aufgrund dieser Lage wurde das Alarmstichwort umgehend auf „Gebäudebrand mit Menschenrettung“ erhöht. Dies führte zur Nachalarmierung zahlreicher Kräfte, insbesondere von Atemschutzgeräteträger aus den Verbandsgemeinden Bad Bergzabern, Hauenstein und Lemberg sowie der Stadt Pirmasens.

Da sich die Rauchentwicklung über den Treppenraum und Lichtschächte aus dem Kellergeschoß entwickelte wurden mehrere Trupps unter umluftunabhängigem Atemschutz zur Brandlokalisation und -bekämpfung in den Keller entsandt. Parallel dazu retteten Einsatzkräfte über tragbare Steckleitern mehrere Personen von ihren Balkonen des Obergeschosses. Weitere Bewohner wurden von Atemschutztrupps mithilfe sogenannter Fluchthauben sicher durch den verrauchten Flur ins Freie geführt. Anschließend wurde das Gebäude mit mehreren Hochleistungslüftern entraucht. Im Zuge der Nachkontrolle überprüften die Einsatzkräfte sämtliche 53 Wohnungen auf möglicherweise verbliebene Personen.

Über die Dahner Drehleiter wurden zwei Menschen von ihren Balkonen gerettet, über tragbare Leitern weitere acht aus dem Obergeschoß. Die Drehleiter aus Bad Bergzabern und der Teleskopgelenkmast aus Hauenstein mussten glücklicherweise nicht mehr eingesetzt werden. Insgesamt brachten die Einsatzkräfte 35 Personen in Sicherheit.

Die geretteten Personen wurden entsprechend der Reihenfolge ihrer Rettung durch den Rettungsdienst registriert und medizinisch gesichtet. Anschließend erfolgte der Transport mit Fahrzeugen von Rettungsdienst und Polizei in das E-Werk der Stadt Dahn, wo eine Betreuungs- und Verpflegungsstelle eingerichtet worden war. Drei verletzte Personen wurden mit Rettungswagen in ein Krankenhaus transportiert. Die übrigen Betroffenen konnten entweder in private Unterkünfte oder in Notunterkünfte der Verbandsgemeinde untergebracht werden.

Im Einsatz befanden sich die Feuerwehreinheiten aus Dahn, Erfweiler, Bundenthal, Hauenstein, Spirkelbach, Lemberg, Bad Bergzabern und Pirmasens mit insgesamt 153 Einsatzkräften, davon 73 Atemschutzgeräteträger. Der Rettungsdienst war mit vier Rettungswagen, einem Notarztfahrzeug, einem Organisatorischen Leiter und einem leitenden Notarzt vor Ort. Unterstützt wurden die Kräfte durch den DRK-Ortsverein Dahn sowie durch die Katastrophenschutzmodule Sanität, Versorgung und Betreuung des Landkreises Südwestpfalz. Insgesamt waren rund 200 Einsatzkräfte mit 50 Fahrzeugen im Einsatz. Die Kriminalpolizei ermittelt zur Ursache des Brandes.

Die Feuerwehren der VG Dahner Felsenland bedanken sich ausdrücklich für die schelle und umfangreiche Unterstützung der umliegenden Wehren
 
Folgende externe Einheiten haben uns bei dem Einsatz unterstützt: FF Bad Bergzabern mit ELW 1, DLK 23/12, TLF 3000, MZF 2 / FF Hauenstein mit ELW 1, HLF 10, TLK 23/12, MZF 3 (Atemschutzkomponente Ost) / FF Hinterweidenthal mit MLF / FF Spirkelbach mit TSF / FF Lemberg mit MZF 2 (Atemschutzkomponente Mitte)
Polizei Dahn&Pirmasens mit 3 FuStW + Kriminaldauerdienst KL