Am vergangenen Freitagabend wurde die dritte Zugübung im Jahr 2026 durchgeführt. Diese Zugübung hatte die Technische Hilfe bei einem Verkehrsunfall zum Thema. Zu Beginn der Übung wurde das Alarmfax mit allen wichtigen Informationen an die Fahrzeugführer ausgegeben, um auch die Anfahrt möglichst realistisch zu simulieren.
Der ersteintreffende Einheitsführer fand zwei stark beschädigte Pkw vor, von denen einer auf der Seite lag. Weiterhin stellte er einen unter einem der beiden Pkw liegenden Mofafahrer fest. Er erkundete insgesamt fünf betroffene und zu versorgende Personen. Das HLF 10 wurde mit der Rettung des Mofafahrers und der zwei Insassen des auf vier Räder stehenden Pkw betraut. Den nachrückenden Kräften des RW und des MZF 3 wurde der auf der Seite liegende Pkw zugeteilt. Die Kräfte des MTFs wurden auf die beiden Abschnitte aufgeteilt.
Die Besatzung des HLF 10 sicherte zuerst den Pkw auf vier Rädern, sodass er nicht mehr weiter auf die Person darunter einwirken konnte. Dann wurde er leicht mit dem hydraulischen Spreizer angehoben, sodass der Mofafahrer herausgezogen und dem fiktiv anwesenden Rettungspersonal übergeben werden konnte. Hiernach wurde für den zeitkritischen Patienten auf der Beifahrerseite des Pkw eine große Seitenöffnung geschaffen, wobei beide Türen und auch die B-Säule herausgetrennt werden mussten. Zur Rettung des zeitunkritischen Fahrers war ebenso eine große Seitenöffnung vonnöten. Darüber hinaus musste seine Einklemmung im Bereich des Beckens und der Beine durch das Anheben der Lenksäule beseitigt werden, um ihn schonend auf einem Spineboard zu retten. Dafür musste zuvor noch das Dach entfernt werden.
Der Pkw in Seitenlage wurde zuerst dem sogenannten Stab-Fast und mit Unterlegkeilen gegen weitere Bewegungen gesichert. Für das Rettungspersonal wurde danach ein Zugang über das Heck geschaffen. Mit einem Schlauch, der an beiden Achsen befestigt war, wurde die "hängende" Beifahrerperson gesichert. Nachdem mit der hydraulischen Schere das Dach teilweise abgetrennt war, konnte der Beifahrer befreit werden. Zur Entklemmung des Fahrers mussten die Kräfte mit einem hydraulischen Zylinder den Vorbau des Pkw über den Mitteltunnel wegdrücken.
Wir bedanken uns bei der Firma Sekoll (Petersberg) für das zur Verfügung stellen der Übungsfahrzeuge und der Firma B. Cornet (Dahn) für die Möglichkeit, die Pkw mit einem Radler realistisch verformen zu können.
Am vergangenen Freitag stand bei unserer Zugübung das Thema Waldbrand- und Vegetationsbrandbekämpfung im Mittelpunkt. Das Ausbilderteam simulierte hierzu einen ca. 4.000m² großen Waldbrand im Bereich Kleiner Eyberg bei Dahn.
Nach der Erkundung wurden die Feuerwehrfahrzeuge aus dem Bereitstellungsraum am Felsland Badeparadies abgerufen. Im weiteren Verlauf der Übung bildeten die Einsatzkräfte drei Einsatzabschnitte, die vom Einsatzleitwagen 1 (ELW 1) koodiniert wurden. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Wasserversorgung. Da es im Wald nur wenige Wasserentnahmemöglichkeiten gibt, muss das Löschwasser mit Tanklöschfahrzeuge (TLF) im Pendelverkehr zur Brandstelle gebracht werden. Als Wasserentnahmestelle diente in der Übung eine große Zisterne des Felsland Badeparadieses. Am Brandort wird dieses Wasser in faltbaren Wasserbehältern aus Gummi und in den Löschwassertanks zwischengelagert, ehe es an die Strahlrohre gepumpt wird.
Über sichere Wege wurde ein Löschangriff mit D-Strahlrohren (kleinste Form von Feuerwehrschläuchen) über beide Flanken vorgenommen. Zusätzlich errichtete die Feuerwehr Pirmasens in sicherer Entfernung zu den Flammen mehrere Kreisregner entlang einer Rückegasse. Diese bewässerten den Wald und die Vegetation autark mit Wasser, um eine weitere Ausbreitung des Brandes zu verhindern.
Insgesamt waren gemeinsam mit der Feuerwehr Pirmasens 42 Einsatzkräfte und neun Fahrzeugen an der Zugübung beteiligt. Solche Übungen stärken die Zusammenarbeit überörtlicher Einheiten und vertiefen den Umgang mit "fremden" Fahrzeugen, Technik und Personal. Nach der abschließenden Übungsnachbesprechung klang der Abend bei Einbruch der Dunkelheit in kameradschaftlicher Runde aus. Wir bedanken uns bei der Feuerwehr Pirmasens für die Vorstellung der Fahrzeuge ihres Löschzuges Waldbrand und die unkomplizierte Zusammenarbeit.
Am Freitag, den 21.07.2023 wurde im Dahner Wald nahe des Vogtenkopfes eine Zugübung zum Thema Verkehrsunfall durchgeführt. Angenommen wurde ein Verkehrsunfall im Begegnungsverkehr zweier Fahrzeuge. Ein Fahrzeug prallte beim Ausweichmanöver gegen einen Baum, woraufhin drei Insassen unterschiedlich stark eingeklemmt wurden. Das andere Fahrzeug wiederum kippte auf die Seite und befand sich beim Eintreffen der Feuerwehrkräfte in Seitenlage. Auch in diesem Fahrzeug wurde der Fahrer eingeklemmt.
Das ersteintreffenden Fahrzeuge ELW 1 und HLF 10 mussten sich zuerst einen Überblick über die Einsatzstelle und die Anzahl der betroffenen Personen verschaffen. Nach Ankunft der Fahrzeuge RW, MZF 3, KLAF und TSF sowie MZF Erfweiler wurden zwei Einsatzabschnitte gebildet - Technische Rettung dreier eingeklemmter Personen am Fahrzeug am Baum und Technische Rettung einer eingeklemmten Person am Fahrzeug in Seitenlage.
Nach Sicherung des Unfallfahrzeuges am Baum wurde dieses stabilisiert und über den Kofferraum ein Zugang für den Inneren Retter geschaffen. Die Einklemmung eines eingeklemmten Kindes auf dem Rücksitz und des Fahrers wurde mittels hydraulischer Schere und Spreizer beseitigt. Danach wurde die Einklemmung des Beifahrers mit unterschiedlichen hydraulischen Rettungszylindern beseitigt, eher er mittels Spineboard aus dem Unfallfahrzeug befreit wurde.
Am Unfallfahrzeug in Seitenlage mussten umfangreichere Sicherungsmaßnahmen mittels des Stab-Fast-Systems ergriffen werden. Zudem wurde für die Schaffung eines Zuganges über die Fahrerseite eine LKW-Rettungsplattform aufgebaut. Nach der Innenraumerkundung wurde das Dach mittels hydraulischer Schere abgeklappt, bevor der eingeklemmte Fahrer nach Entklemmung durch einen hydraulischen Zylinder aus dem Fahrzeug befreit werden konnte. Zusätzlich wurde an diesem Fahrzeug noch der Einsatz der Ketten am Spreizer geübt.
Die Nachbesprechung der Übung fand bei sommerlich warmen Temperaturen bei einem gemütlichen Grillen im Anschluss statt. Wir danken den Firmen Stümper und Sekoll aus Pirmasens für die Lieferung der Unfallfahrzeuge.
Vergangenen Freitag fand eine groß angelegte Alarmübung am Felsland Badeparadies in Dahn statt. Weder das anwesende Aufsichtspersonal noch die Rettungskräfte waren in das Übungsszenario eingeweiht worden. Gegen 19:10 Uhr löste die Brandmeldeanlage des Badeparadieses aus, da mehrere Melder Rauch im Keller detektierten. Die Badeaufsichten konnten dies bestätigen, weshalb das Gebäude unmittelbar evakuiert wurde. Trotz des anspruchsvollen Übungsszenarios schaffte es das Personal, innerhalb kürzester Zeit ca. 70 Sauna- sowie ca. 60 Badegäste aus dem Gebäude zu begleiten. Werkleiterin Meike Meyer überzeugte sich vor Ort von der guten Leistung des Personals. Gleichzeitig wurden die Feuerwehreinheiten Dahn, Erfweiler und Bundenthal sowie die First Responder und die Sanitätsbereitschaft des DRK OV Dahn mit dem Stichwort „B3 Gebäudebrand – mehrere Personen vermisst“ alarmiert, versehen mit der Info, dass es sich um eine Übung handelt.
Der ersteintreffende Einsatzleiter begann mit der Erkundung der Brandmeldeanlage und stellte fest, dass sich der Brand im Keller ausgebreitet haben muss. Die Werkleiterin berichtete ihm, dass dringende Reparaturarbeiten im Keller notwendig waren, dabei musste es zu einem Brand gekommen sein. Es waren mehrere Arbeiter im Keller vermisst, die genaue Anzahl war unbekannt. Weiterhin wurde der Gärtner des Badeparadieses vermisst, der sich im Außengelände aufgehalten hat. Zudem wurde für das Übungsszenario angenommen, dass nicht alle Gäste aus dem Saunabereich evakuiert werden konnten. Anschließend an die Erkundung ging das Personal des Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeugs (HLF) unter Atemschutz zur Menschenrettung sowie zur Brandbekämpfung in den völlig verrauchten Keller vor. Gleichzeitig wurde mit der Drehleiter eine Person von der Saunaterrasse gerettet. Das Tanklöschfahrzeug sorgte für eine ausreichende Wasserversorgung.
Mittlerweile konnte der Gärtner im rückwärtigen Außengelände aufgefunden werden. Er wurde durch das Brandereignis aufgeschreckt und hat seinen Traktor verlassen, ohne diesen gegen Wegrollen zu sichern, sodass er unter dem Fahrzeug eingeklemmt wurde. Das Personal des Rüstwagens (RW) sowie des Mehrzweckfahrzeugs (MZF) machten sich umgehend an die schonende Befreiung.
Die zwischenzeitlich eingetroffene Einheit aus Bundenthal startete einen zweiten Innnenangriff in das Kellergeschoss. Die Kräfte aus Erfweiler retteten mit Steck- und Schiebleiter drei Personen auf der Rückseite des Gebäudes von Balkonen und Vorsprüngen, während das Personal des DRK OV Dahn die geretteten Personen versorgte und die aus dem Besucherbereich evakuierten Personen betreute. Der Einsatzleitwagen koordinierte die parallel durchgeführten Arbeiten und sorgte für die notwendige Organisation.
Nach ca. 90 Minuten intensiver Arbeit bei äußerst schlechtem Wetter war die Lage aus Sicht der Rettungskräfte vollständig abgearbeitet. Wir möchten uns bei allen bedanken, die uns bei der Übung unterstützt haben. Insbesondere bedanken möchten wir uns bei Werkleiterin Meike Meyer sowie Betriebsleiter Peter Berger für die tolle Zusammenarbeit, beim Personal des Badeparadieses für den großen Einsatz, bei den vier Übungsdarstellern Julian Sauer, Martin Barlang, Anna Zimmer und Stadtbürgermeister Holger Zwick für das Engagement im Dauerregen, beim DRK OV Dahn sowie der Feuerwehreinheit Bundenthal für die spontane und gute Zusammenarbeit und nicht zuletzt bei allen Sauna- und Badegästen für das große Verständnis.
