+++ Mehrere Einsätze um die Weihnachtstage für die Dahner Wehr +++
Am 23.12. wurde die Feuerwehr Dahn zu später Stunde zu einer Rauchentwicklung aus einem Gebäude in der Weißenburger Straße alarmiert. Wenige Minuten nach der Alarmierung traf der Einsatzleitwagen (ELW) an der Einsatzstelle ein. Die Erkundung ergab, dass voraussichtlich kein Eingreifen der Feuerwehr erforderlich sein würde. Zur letztendlichen Sicherheit wurde das Gebäude mit der Wärmebildkamera des Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeugs (HLF) kontrolliert und maschinell belüftet. Der Einsatz konnte nach kurzer Zeit beendet werden.
Die Nachtruhe hielt für die Einsatzkräfte nicht lange an. Um 3:45 Uhr erfolgte eine erneute Alarmierung, dieses Mal zu einem Kleinbrand nach Erfweiler. Auf einem Privatgrundstück hatte sich ein Feuer entwickelt, welches auf die Gebäudefassade überzugreifen drohte. Die Einheit Erfweiler führte die Brandbekämpfung durch. Mittels Wärmebildkamera des Dahner HLF konnte sichergestellt werden, dass keine weitere Brandgefahr bestand.
Anschließend konnten die Feuerwehrangehörigen ein von Einsätzen ungestörtes Weihnachtsfest verbringen, bevor sie in der Nacht auf den zweiten Weihnachtsfeiertag um 4:00 Uhr zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage (BMA) in einem Dahner Hotel alarmiert wurden. Die Erkundung durch den ELW ergab, dass kein Feuerwehreinsatz erforderlich war. Die Polizei ermittelt hinsichtlich einer vorsätzlichen Falschauslösung.
Am Abend des zweiten Weihnachtsfeiertages wurden die Feuerwehren Dahn und Erfweiler erneut alarmiert, dieses Mal mit dem Einsatzstichwort „Wohnungsbrand“ in der Schulstraße. Im dritten Obergeschoss eines Mehrparteienhauses kam es zu einer Verpuffung, bei der eine Person Verbrennungen erlitt. Eine zweite Person versuchte bis zum Eintreffen der Feuerwehr eigenständig zu löschen und atmete hierbei Rauch ein, weshalb sie mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus transportiert wurde. Eine dritte Person konnte die Wohnung unverletzt verlassen.
Der Angriffstrupp des HLF kontrollierte den Brandraum, schuf eine Abluftöffnung und löschte verbliebene Glutnester ab, welche mit der Wärmebildkamera lokalisiert wurden.
Da beim Eintreffen nicht ersichtlich war, wie viele Personen sich in der Wohnung befanden, wurde die Drehleiter vor dem Gebäude in Stellung gebracht, um einen zweiten Rettungsweg sicherzustellen. Ein Brandüberschlag konnte verhindert werden, dennoch ist die Wohnung vorerst nicht bewohnbar. Für die Dauer des Einsatzes musste die Schulstraße voll gesperrt werden. Wir wünschen den verletzten Personen eine schnelle Genesung.
Wir möchten an dieser Stelle auf die Verhaltensempfehlungen im Brandfall des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV) verweisen, welche online unter https://www.feuerwehrverband.de/app/uploads/2020/05/DFV_vfdb_Fachempfehlung_Verhalten_Brandfall_2019b.pdf zur Verfügung stehen.
Insbesondere möchten wir dazu appellieren, Eigenlöschversuche nur dann zu unternehmen, wenn diese gefahrlos möglich sind. Ist dies nicht der Fall, schließen Sie die Tür zum Brandraum, nehmen Sie den Wohnungsschlüssel sowie Ihr Mobiltelefon mit und verlassen Sie mit allen Personen die Brandwohnung. Alarmieren Sie unverzüglich die Feuerwehr über den Notruf 112.
