Mittwoch, 13. Dezember 2017
Notruf: 112
  • Nachlese des Berufsfeuerwehrtages 2017 der Jugendfeuerwehren Dahn & Erfweiler

  • Eingeschlossene Person aus auf der Seite liegendem PKW in Dahn befreit

  • Zahlreiche Ernennungen und Beförderungen bei VG Feuerwehrfest in Ludwigswinkel

  • Feuerwehr Dahn übt mit Forstamt Wasgau einen Forstunfall im Wald bei Dahn

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Feuerwehr Dahn übt mit Forstamt Wasgau einen Forstunfall im Wald bei Dahn

Am Freitagabend, den 13.10.2017, organisierte die Feuerwehr Dahn in Zusammenarbeit mit dem Forstamt Wasgau eine Alarmübung zum Thema "Forstunfall".

Angenommen wurde ein schwerer Forstunfall, bei welchem insgesamt 3 Verletzte, zwei davon eingeklemmt, zu befreien und zu versorgen waren. Damit die Übung realitätsnah abläuft wurde dies auch die alljährliche Rettungsübung des Forstamt Wasgau.

Von den mitwirkenden Forstwirten wurde zu Beginn der Notruf abgesetzt und der anzufahrende Rettungspunktim Wald genannt. Fiktiv wurden hierbei vom Leitstellendisponenten alle erforderlichen Informationen für die Rettungskräfte abgefragt. Hiernach wurden alle benötigten Rettungsfahrzeuge alarmiert und an die Einsatzstelle entsendet. An dem angegebenen Rettungspunkt stand ein Forstwirt bereit, um die anrückenden Kräfte den weiteren Anfahrtsweg mitzuteilen.

Um an den genauen Unfallort weitestgehend ohne Lotse anfahren zu können, wurde von Seiten des Forstes der Anfahrtsweg mit leuchtroten Pfeilen an allen Weggabelungen markiert. Dadurch war eine zügige Anfahrt ohne Verzögerungen sicher gestellt. Die Großfahrzeuge fuhren vorerst einen Bereitstellungsraum an bis klar war, ob die Anfahrt auf den Waldwegen direkt bis zu Einsatzstelle möglich war.

Ersteintreffendes Fahrzeug war der Kdow des Wehrleiters. Umgehend wurde die Einsatzstelle erkundet und der Forstwirt vor Ort hinsichtlich des Unfallhergangs und der zu befreienden Personen befragt. Noch während der Erkundung traf auch der Rettungswagen (RTW) vom DRK Ortsverein Dahn ein.

Die Anfahrt der Großfahrzeuge in den Wald war glücklicherweise möglich. Bei der Erkundung, die unter erschwerten Bedingungen (in Dunkelheit, an einem Steilhang) durchgeführt wurde, stellte sich am Ende folgende Lage dar:

Ein Forstwirt war zwischen einer Rückemaschine und einem Baum eingeklemmt (lebensgefährlich verletzt). Ein Weiterer wurde unter einer starken Fichte eingeklemmt (keine Lebenszeichen mehr). Der dritte Mitarbeiter lag mit einer Beinfraktur ca. 30 Meter unterhalb vom Weg im Steilhang und wurde von einem Arbeitskollegen betreut.

Nach und nach trafen auch die restlichen Feuerwehrfahrzeuge - RW, LF 16/12, MZF3 und ELW1 - an der Einsatzstelle ein ein. Nach Sichtung der Verletzen durch den Rettungsdienst musste zuerst die Person zwischen Rückemaschine und Baum befreit werden. Die Maßnahmen zur Befreiung wurden parallel zur Erstversorgung durch den Rettungsdienst eingeleitet. Der Eingeklemmte wurde mit der Seilwinde des Rüstwagens befreit. Der Verletze im Hang wurde vom Rettungsdienst erstversorgt und mittels Schleifkorbtrage sowie Rollgliss auf den Weg verbracht und zum RTW getragen.

Für den Eingeklemmten unter dem Baum kam leider jede Hilfe zu spät - er war vermutlich sofort nach dem Aufprall seinen schweren Verletzungen erlegen. Aufgrund der nicht mehr mit dem Leben zu vereinbarenden Verletzungen dieser Person hatte die Rettung und Befreiung der anderen beiden Verletzten Priorität. Der "Leichnam" der dritten Person wurde nach der Rettung der zwei anderen Personen mit Hebekissen und Greifzug geborgen.

Insgesamt waren an der Übung 27 Einsatzkräfte und 5 Forstwirte des Forstamt Wasgau beteiligt.

Ein besonderer Dank geht an die Forstwirte, die bei der Vorbereitung tatkräftig geholfen haben, und das Forstamt Wasgau, die diese realitätsnahe Übung ermöglicht haben. Ein weiterer Dank geht an den DRK Ortsverein Dahn für die Teilnahme und Mitwirkung bei der Planung und Durchführung der Übung.


Kontakt

Freiwillige Feuerwehr Dahn
An der Feuerwache 1
66994 Dahn

info ... feuerwehr-dahn.de